Der überaus starke Willibald*
Der überaus starke Willibald von Willi Fährmann, mit Bildern von Werner Bläbst, ist eine Tiergeschichte, die als Parabel auf politische Diktatur gelesen wird. Sie spielt in einem Haus, in dem ein Rudel Mäuse lebt.
Der Mäuserich Willibald macht sich zum Boss des Rudels. Seine Macht stützt er auf die ständige Drohung mit der lauernden „Katz“, und mit seinen Helfern versetzt er die übrigen Mäuse in Angst und Schrecken. Nur die Lillimaus, die in jeder Hinsicht aus der Reihe tanzt, beugt sich seinen Machtansprüchen nicht. Sie wird ausgestoßen und in die Hausbibliothek verbannt. Dort lernt die Außenseiterin lesen – und genau das wird für das ganze Rudel wichtig.
Fährmann erzählt einfach und spannend, sodass Kinder die Geschichte zunächst als Mäuseabenteuer erleben. Erwachsene und ältere Leser erkennen darin, wie Angst, Mitläufertum und Ausgrenzung eine Gewaltherrschaft möglich machen. Das Buch stand 1984 auf der Auswahlliste zum Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Kinderbuch und wird bis heute häufig in der Grundschule gelesen, wie die zahlreichen Unterrichtsmaterialien zeigen.
Ein Kinderbuch ab 9 Jahren über Mut, Zivilcourage und die Kraft des Lesens, das sich gut zum gemeinsamen Lesen und Besprechen eignet.
- 📜 Deutscher Jugendliteraturpreis 1984: Auswahlliste Kinderbuch
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