Stromlinien*
Stromlinien von Rebekka Frank ist ein Roman aus dem Verlag FISCHER, der Familiengeschichte und Kriminalhandlung verbindet. 2026 war er in der Sparte Jugendbuch für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.
Die 17-jährige Enna fiebert dem wichtigsten Tag ihres Lebens entgegen: Ihre Mutter soll nach langer Haft entlassen werden. Doch dann verschwinden die Mutter und Ennas geliebte Zwillingsschwester. Was zunächst wie ein lösbares Rätsel wirkt, führt Enna zu einem Trauma, das seit Jahrzehnten nachwirkt und in das ihre Familie tief verstrickt ist. Erzählt wird auf drei Ebenen – drei Generationen, drei Handlungsstränge, drei Zeiten –, die sich nach und nach zu einem Gesamtbild fügen.
Im Zentrum steht die Elbe, die durch die Marschen und das Alte Land westlich von Hamburg fließt. Der Fluss verbindet die Erzählstränge und spiegelt die Familiengeschichte, mal bedrohlich, mal trügerisch tröstlich; die Jury las ihn als Bild dafür, wie unverarbeitete Traumata über Generationen weiterwirken. Rebekka Frank verknüpft reale Orte und zeitgeschichtliche Ereignisse mit einer erfundenen Kriminalhandlung. Harte, dichte Spannung wechselt mit poetischen Naturbeschreibungen. Die Autorin hat Theaterwissenschaft und Germanistik studiert und lebt in Nordhessen.
Stromlinien ist ein vielschichtiger, spannender Roman über Familie, Schuld und Erinnerung, der sich an junge Erwachsene ebenso richtet wie an Erwachsene. Die Jury empfiehlt ihn ab 16 Jahren – für Leserinnen und Leser, die Krimispannung und literarische Sprache verbunden sehen möchten.
- 📜 Deutscher Jugendliteraturpreis 2026: Nominiert Jugendbuch
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