Sternkinder*
Sternkinder von Clara Asscher-Pinkhof, aus dem Niederländischen übersetzt von Wilhelm Niemeyer, erzählt in kurzen Geschichten von jüdischen Kindern unter der deutschen Besatzung der Niederlande. 1962 erhielt das Buch den Deutschen Jugendbuchpreis in der Sparte Jugendbuch.
Die „Sternkinder“ sind die Kinder, die in Amsterdam den gelben Stern tragen müssen. In vielen kleinen Szenen beschreibt das Buch ihren Alltag, der sich Schritt für Schritt verengt: das Verbot, mit nichtjüdischen Freunden zu spielen, die Angst vor dem Klingeln an der Tür, das Verschwinden von Nachbarn und Mitschülern, die Sammelstelle, das Durchgangslager, die Züge. Jede Geschichte ist nur wenige Seiten lang und für sich verständlich, zusammen ergeben sie ein erschütterndes Bild.
Clara Asscher-Pinkhof war Lehrerin und hat die Kinder, von denen sie erzählt, selbst gekannt. Sie wurde in das Lager Bergen-Belsen deportiert und gelangte 1944 durch einen Gefangenenaustausch nach Palästina. Ihre Geschichten sind ohne Anklage geschrieben, einfach und genau, gerade deshalb bewegen sie bis heute.
Diese gebundene Ausgabe ist bei Dressler erschienen. Ein Buch für Jugendliche und Erwachsene, das sich gut für den Unterricht über den Holocaust eignet und am besten gemeinsam gelesen und besprochen wird.
- 🏆 Deutscher Jugendliteraturpreis 1962: Preisträger Jugendbuch
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