Rolltreppe abwärts*

Rolltreppe abwärts von Hans-Georg Noack ist ein Jugendroman über einen Jungen, der in ein Erziehungsheim kommt. 1971 stand das Buch auf der Auswahlliste zum Deutschen Jugendbuchpreis in der Sparte Jugendbuch; heute erscheint es bei den Ravensburger Taschenbüchern.

Mit Jochen geht es bergab. Seine Eltern sind geschieden, die Mutter ist mit der Erziehung allein überfordert und gibt ihn schließlich in ein Heim. Dort soll aus ihm wieder ein „anständiger“ Junge werden, doch das gelingt nicht – im Gegenteil. Der Roman zeigt, wie die Umstände und eine starre Erziehungspraxis Jochen immer weiter in die Rolle des Schuldigen drängen, und er lässt die Leser verstehen, wie es dazu kommen konnte.

Noack, der als Autor, Übersetzer und Verleger viele Jugendliche für gesellschaftliche Fragen gewinnen wollte, erzählt nüchtern und direkt, ohne zu beschönigen. Der Roman wird bis heute in Schulen gelesen; dazu gibt es Lektürehilfen und Unterrichtsmaterialien verschiedener Verlage.

Rolltreppe abwärts ist ein Jugendbuch für Leserinnen und Leser ab dem mittleren Schulalter, das zum Nachdenken über Schuld, Verantwortung und die Chancen junger Menschen anregt.

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