Jan, mein Freund*

Jan, mein Freund von Peter Pohl, aus dem Schwedischen übersetzt von Birgitta Kicherer, ist ein Roman über das Ende einer Kindheit. Erzählt wird er von Krille, einem dreizehnjährigen Jungen aus gutem Hause.

Eines Tages taucht Jan auf, zierlich, geheimnisvoll und wie aus dem Nichts. Mit tollkühnen, fast artistischen Fahrradkunststücken gewinnt er Krilles Bande für sich. Niemand weiß, wo er wohnt, wie er wirklich heißt und wohin er für Wochen verschwindet. Das Geheimnis um Jan fasziniert Krille und beunruhigt ihn zugleich. Als die Polizei auftaucht, wird das Verhör für Krille zu einer Befragung seiner selbst: Das Jahr mit Jan zieht an ihm vorbei, und er begreift, dass er Jan mit der ganzen Kraft seiner dreizehn Jahre geliebt hat.

Hinter Jans Geheimnis verbirgt sich eine Welt, in der Kinder misshandelt und ausgebeutet werden – und Erwachsene, die nur oberflächlich hinsehen. Trotzdem ist der Roman nicht düster erzählt, sondern witzig, turbulent und spannend, in einer ungewöhnlichen, dichten Sprache. 1990 erhielt er den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Jugendbuch.

Ein erschütternder, sprachlich dichter Jugendroman über Freundschaft, Pubertät und Wegschauen – für ältere Jugendliche und erwachsene Leser.

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