Er hieß Jan*

Er hieß Jan von Irina Korschunow ist ein Jugendroman über eine verbotene Liebe im letzten Jahr des Zweiten Weltkriegs. 1980 stand er auf der Auswahlliste zum Deutschen Jugendbuchpreis in der Sparte Jugendbuch; heute ist er als dtv-Taschenbuch erhältlich.

Regine ist siebzehn, als sie Jan kennenlernt, einen 21-jährigen polnischen Zwangsarbeiter. Eine Beziehung zwischen einer Deutschen und einem Polen ist in dieser Zeit streng verboten und lebensgefährlich. Trotzdem kommen die beiden einander nahe. In Rückblenden erinnert sich Regine an diese Liebe, an ihre Familie, an die Menschen in ihrer Umgebung und daran, wie sehr Jan ihren Blick auf die Welt verändert hat. Was sie gelernt hat zu glauben, gerät ins Wanken.

Irina Korschunow erzählt nachdenklich und eindringlich. Die Jury hob hervor, dass es um die verwandelnde Kraft der Liebe geht, um Menschlichkeit und gegenseitiges Verständnis über alle Grenzen hinweg. Der Roman zeigt, wie Vorurteile wirken und wie viel Mut es braucht, sich ihnen zu widersetzen.

Ein Buch für Jugendliche, das die Auswahlliste damals ab 14 Jahren empfahl, und eine eindrückliche Lektüre zum Thema Nationalsozialismus und Zwangsarbeit, die sich auch für den Unterricht eignet.

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