Johanna*
Johanna von Renate Welsh ist ein Roman über ein Mädchen, das sich aus Abhängigkeit und Fremdbestimmung befreit. 1980 wurde er mit dem Deutschen Jugendbuchpreis in der Sparte Jugendbuch ausgezeichnet; der Wiener Czernin Verlag hat ihn neu herausgebracht.
Johanna kommt in den 1920er-Jahren in Österreich als uneheliches Kind zur Welt und wächst zunächst in einer Pflegefamilie auf. Was sie tun soll, bestimmen andere: Pflegeeltern, Dienstherren, Behörden. Für eigene Wünsche ist wenig Platz, für Bildung und Freiheit noch weniger. Renate Welsh erzählt, wie Johanna in einem langen und mühevollen Prozess lernt, sich zu behaupten, selbstständig zu denken und für sich selbst Verantwortung zu übernehmen.
Die Jury lobte, dass das Einzelschicksal so deutlich in die Geschichte jener Jahre eingebettet ist, dass man die Zeit besser verstehen lernt. Zugleich lässt sich Johannas Weg gut mit dem heutiger Jugendlicher vergleichen, die über Ausbildung und Beruf ihren Platz suchen. Die Neuausgabe erschien gemeinsam mit „Die alte Johanna“, in dem Renate Welsh die Geschichte weitererzählt.
Ein Roman für Jugendliche und Erwachsene, die sich für Frauenleben im 20. Jahrhundert interessieren, eindringlich und ohne Pathos erzählt.
- 🏆 Deutscher Jugendliteraturpreis 1980: Preisträger Jugendbuch
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