Ein nützliches Mitglied der Gesellschaft*
Ein nützliches Mitglied der Gesellschaft von Barbara Wersba, übersetzt von Hans-Georg Noack, ist ein Jugendroman der amerikanischen Autorin. 1973 erhielt er den Deutschen Jugendbuchpreis in der Sparte Jugendbuch; diese Ausgabe erschien in der Reihe Oetinger-Auslese.
Ein Neunzehnjähriger denkt über das Verhältnis zu seinem Vater nach. Er wächst in einem wohlhabenden jüdisch-amerikanischen Milieu auf, in dem Leistung und Erfolg zählen und von ihm erwartet wird, ein „nützliches Mitglied der Gesellschaft“ zu werden. Doch er weiß nicht, ob er dieses Leben will. Der Roman erzählt vom Konflikt zwischen Vater und Sohn, von der Kritik an Konsum und Leistungsdruck, von der Suche nach Freiheit und eigenem Weg. Drogen und das Leben in der Gruppe tauchen als Fluchtmöglichkeiten auf, werden aber nicht als Lösung gezeigt.
Barbara Wersba war viele Jahre Schauspielerin, bevor sie zu schreiben begann; ihr Gespür für Dialoge und innere Monologe prägt das Buch. Die Jury lobte, dass sich jugendliche Leser in vielen Fragen wiederfinden können – im Verhältnis zu den Eltern, in der Liebe, im Drang nach Unabhängigkeit und in der Suche nach dem Sinn des Lebens.
Ein nützliches Mitglied der Gesellschaft ist ein Roman für ältere Jugendliche und ein Zeitdokument der frühen siebziger Jahre.
- 🏆 Deutscher Jugendliteraturpreis 1973: Preisträger Jugendbuch
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