Die Zwölf vom Dachboden*

Die Zwölf vom Dachboden von Pauline Clarke ist ein fantastisches Kinderbuch über zwölf hölzerne Spielzeugsoldaten, die lebendig werden. In der Übersetzung von Sybil Gräfin Schönfeldt und Maria Torris wurde es 1968 mit dem Deutschen Jugendbuchpreis in der Sparte Kinderbuch ausgezeichnet.

Auf dem Dachboden eines englischen Landhauses entdeckt Oliver zwölf alte, kunstvoll geschnitzte Holzsoldaten, die ihn sofort in ihren Bann ziehen. Sorgfältig versteckt er seinen Schatz, und im Spiel werden die kleinen Figuren lebendig. Sie erzählen ihm ihre Geschichte: Vor über hundert Jahren gehörten sie den Geschwistern Brontë, die später als Schriftstellerinnen und Schriftsteller berühmt wurden. Als ein reicher amerikanischer Professor die Soldaten kaufen will, brechen die tapferen kleinen Krieger auf, beschützt von Oliver und seinen Geschwistern, um in das Brontë-Museum zurückzukehren.

Clarke erzählt still und spannend zugleich. Der Übergang von der realen Welt des Hauses und der Familie in die fantastische geschieht fast unmerklich, im kindlichen Spiel, in das auch Erwachsene hineingezogen werden. Die Jury lobte den Witz und den künstlerischen Reiz der Erzählung, die die Macht der Fantasie feiert.

Ein Kinderbuch für Leserinnen und Leser ab etwa zehn Jahren, die Geschichten über lebendig werdendes Spielzeug und ein Stück englische Literaturgeschichte mögen.

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