Die ohne Segen sind*

Die ohne Segen sind von Richard van Camp, aus dem Englischen übersetzt von Ulrich Plenzdorf, ist ein Jugendroman aus dem Ravensburger Buchverlag. 2001 wurde er mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Jugendbuch ausgezeichnet.

Schauplatz ist ein abgelegener Ort im kalten Norden Kanadas, ein verlorener Vorposten der Zivilisation. Hier versucht Larry, der Ich-Erzähler, sich zu behaupten: gegen die brutale Gewalt unter den Jugendlichen, gegen die Trostlosigkeit des Ortes und gegen das Unglück seiner Kindheit, das ihn in bruchstückhaften Erinnerungen immer wieder einholt. Schmerzhaft verliebt ist er in Juliet, das schönste Mädchen der Schule. Halt findet er bei seinem Freund Johnny und bei seiner Mutter.

Richard van Camp, selbst Angehöriger einer indigenen Gemeinschaft im Nordwesten Kanadas, erzählt mit rauer, direkter Stimme vom Leben junger Menschen am Rand der Gesellschaft. Die deutsche Übersetzung stammt von Ulrich Plenzdorf, dem Autor der „Neuen Leiden des jungen W.“, der den Ton des Originals in eine eigenwillige Jugendsprache überträgt.

Der Verlag empfiehlt das Buch ab 12 Jahren, der Arbeitskreis für Jugendliteratur sieht es eher bei älteren Jugendlichen. Die ohne Segen sind ist ein harter, ehrlicher Roman für Leserinnen und Leser, die sich auf schwierige Themen einlassen möchten.

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