Der Junge, der kein Held sein wollte*
Der Junge, der kein Held sein wollte von Sara Pennypacker, übersetzt von Uwe-Michael Gutzschhahn, ist ein Kinderroman über Mut in dunklen Zeiten bei dtv. Die amerikanische Autorin ist hierzulande vor allem durch „Mein Freund Pax“ bekannt.
Lucas Dubois ist ein Waisenjunge und lebt in einem französischen Dorf, das von den Nationalsozialisten besetzt ist. Er hat es satt, als Feigling zu gelten, glaubt aber selbst nicht daran, ein Held zu sein. Als er Katzenbabys vor dem Ertrinken rettet, begegnet er Alice, der Tochter eines Rennpferdetrainers. Sie versteckt ihre Stute vor den deutschen Soldaten. Gemeinsam entdecken die beiden, dass auch andere Menschen im Dorf Geheimnisse haben. Lucas lernt die stillen Heldinnen und Helden in seiner Umgebung kennen und muss schließlich entscheiden, wie viel er selbst für die waghalsigste aller Rettungen riskieren will.
Pennypacker erzählt einfühlsam und zugleich spannend von Freundschaft, Angst und der Frage, was Mut eigentlich bedeutet. Der Zweite Weltkrieg ist hier kein Schlachtfeld, sondern ein Dorfalltag unter Besatzung, in dem kleine Entscheidungen große Folgen haben. Das gebundene Buch hat 304 Seiten.
Der Verlag empfiehlt den Roman ab 11 Jahren. Er passt zu Kindern, die Tiergeschichten und Abenteuer mögen und bereit sind für ein ernstes Thema, und eignet sich gut als Einstieg in Gespräche über Zivilcourage.
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