Das Haus am Park – Judith Kerr und ihr Leben in London*
Das Haus am Park – Judith Kerr und ihr Leben in London von Thomas Harding mit Bildern von Britta Teckentrup ist ein erzählendes Sachbilderbuch über das Leben der Autorin von „Ein Tiger kommt zum Tee“ und „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“. Es ist im Verlagshaus Jacoby & Stuart erschienen und entstand gemeinsam mit Judith Kerrs Kindern Tacy und Matthew.
Das Buch beginnt in einem Haus am Barnes Common im Süden Londons. Dort lebte sechzig Jahre lang eine fröhliche Frau, die ihren beiden Kindern Geschichten erzählte, von einem Tiger, der zum Tee kommt, und von einer Katze namens Mog. Von hier aus erzählt das Buch zurück: Judith Kerr kam 1923 in Berlin als Tochter des Theaterkritikers Alfred Kerr zur Welt, 1935 emigrierte die jüdische Familie nach London. Nach dem Krieg arbeitete sie als Malerin und Textildesignerin, später für die BBC, heiratete den Schriftsteller Nigel Kneale und zog 1962 in das Haus in Barnes, das sie liebte. Dort entstanden ihre Bilderbücher und die Anna-Romane über ihre Kindheit auf der Flucht; „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ erhielt 1974 den Deutschen Jugendliteraturpreis.
Britta Teckentrup, selbst eine bekannte Bilderbuchkünstlerin, hat das Leben Judith Kerrs in Bilder gefasst. So wird aus der Biografie ein Buch über Heimat, Flucht und darüber, wie aus Erlebtem Geschichten werden. Das gebundene Buch hat 56 Seiten.
Fazit: Ein schönes Buch für Kinder im Grundschulalter und für alle Erwachsenen, die mit dem Tiger zum Tee groß geworden sind.
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