Trümmerkinder – Wie wir die Nachkriegszeit erlebten*
Trümmerkinder – Wie wir die Nachkriegszeit erlebten von Frank Schwieger mit Illustrationen von Friederike Ablang ist ein erzählendes Sachbuch über die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg, erschienen bei dtv. In sieben Geschichten berichten Kinder aus Ost und West, wie sie die Zeit zwischen 1945 und 1954 erlebt haben. Die Figuren sind erfunden, die Ereignisse, die sie erleben, sind es nicht.
Inge singt mit amerikanischen Soldaten am Klavier. Robert flieht in einem eisigen Winter aus Breslau. Simon klettert heimlich in einen der Rosinenbomber der Berliner Luftbrücke. Christa steht am 17. Juni 1953 auf dem Hallmarkt zwischen Panzern, und Manni erlebt in einer Kölner Kneipe, wie Deutschland 1954 in Bern Fußballweltmeister wird. Jede Geschichte ist aus der Sicht eines Kindes erzählt, sodass junge Leserinnen und Leser die großen Ereignisse aus der Nähe miterleben: Hunger, Flucht, Neuanfang, die Teilung des Landes und die ersten Momente der Hoffnung.
Zwischen den Geschichten ordnen Sachtexte, Zeitleisten, Glossare und historische Fotos ein, was damals geschah. Das macht das Buch auch für den Geschichtsunterricht interessant; der Verlag bietet dazu Unterrichtsmaterial an. Frank Schwieger ist mit Büchern bekannt geworden, in denen historische Figuren selbst erzählen; hier lässt er Kinder einer ganzen Generation zu Wort kommen. Friederike Ablang hat die Geschichten illustriert. Das gebundene Buch hat 224 Seiten.
Fazit: Ein anschaulicher und bewegender Einstieg in die deutsche Nachkriegsgeschichte, den der Verlag ab 10 Jahren empfiehlt, und ein guter Anlass, mit Großeltern über ihre eigene Kindheit ins Gespräch zu kommen.
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