Birdie: Eine Freundschaftsgeschichte*

Birdie von J. P. Rose, aus dem Englischen übersetzt von Jessika Komina und Sandra Knuffinke, ist ein Kinderroman aus dem Insel Verlag. 2026 war er in der Sparte Kinderbuch für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.

Birdie wächst in den 1950er-Jahren in einem Waisenhaus im englischen Leeds auf und wünscht sich nichts sehnlicher als eine Familie. Als sich eine Großtante meldet, die sie bei sich aufnehmen will, scheint der Wunsch in Erfüllung zu gehen. Doch in dem abgelegenen Dorf in den Yorkshire Dales erlebt das Schwarze Mädchen offene Ablehnung, kleine Demütigungen und Ausgrenzung – und auch die Tante schämt sich zunächst für sie. Halt findet Birdie in der Freundschaft zu einem Grubenpony, das in einer stillgelegten Kohlemine zurückgelassen wurde, und sie setzt alles daran, das Tier zu befreien.

Der Roman erzählt aus kindlicher Perspektive von Identität, Zugehörigkeit und Alltagsrassismus. Die Jury lobte die klare Sprache, die emotionale Tiefe und die historische Glaubwürdigkeit; das Buch mache Rassismus greifbar, ohne zu moralisieren. J. P. Rose wuchs nach ihrer Adoption selbst im ländlichen Yorkshire auf, erlebte dort Rassismus und fand Trost bei Tieren und im Schreiben. Das Übersetzerinnen-Duo Komina und Knuffinke wurde 2022 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet.

Birdie ist eine berührende Freundschaftsgeschichte zwischen einem Mädchen und einem Pony, die Gespräche über Vielfalt und Würde anstößt. Die Jury empfiehlt sie ab 10 Jahren, besonders für Kinder, die Tiergeschichten mögen.

Uns gefällt Birdie: Eine Freundschaftsgeschichte so gut, dass wir es in folgenden Kinderbuch-Empfehlungs-Listen 2026 empfehlen

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