Der Weihnachtsfrieden*
Der Weihnachtsfrieden von Kirsten Boie, illustriert von Claire Harrup, ist ein schmales, bebildertes Buch über eine wahre Begebenheit aus dem Ersten Weltkrieg: den Weihnachtsfrieden von 1914, als an der Westfront für kurze Zeit die Waffen schwiegen.
Friedrich und seine Kameraden sind eigentlich noch Schuljungen, als sie in den Krieg ziehen müssen. In den schlammigen Schützengräben ist von der Begeisterung des Aufbruchs nichts geblieben; sie frieren, haben Angst und sehnen sich nach zu Hause. Dann treffen kurz vor Weihnachten Tannenbäume ein, geschickt vom Kaiser. Eigentlich sollen die Soldaten still bleiben, um den Feind nicht auf sich aufmerksam zu machen. Doch sie stimmen gemeinsam ein Weihnachtslied an. Und auf der anderen Seite, bei den Engländern, geschieht etwas, womit keiner gerechnet hat.
Kirsten Boie, eine der bekanntesten deutschen Kinder- und Jugendbuchautorinnen, erzählt diesen Moment der Menschlichkeit mitten im Krieg ruhig und eindringlich, ohne die Härte des Krieges zu verschweigen. Claire Harrups Bilder geben der Geschichte eine stille, winterliche Stimmung. Das gebundene Buch hat 48 Seiten und lässt sich gut in einem Zug vorlesen oder selbst lesen.
Fazit: Eine Weihnachtsgeschichte der anderen Art für ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die sich gut eignet, um in der Familie oder in der Schule über Krieg, Frieden und Mitgefühl ins Gespräch zu kommen.
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